Routerqual und Wifi-Ärger

Netgear Nighthawk X4, R7500
Netgear Nighthawk X4, R7500

Verflixt und zugenäht. Das Wifi zu Hause kostet noch alle Nerven.
Im Januar – Samstag natürlich – glänzt die Fritz!Box 3272 mit Totalausfall. Also schnell vor Geschäftsschluss ab in den Mediamarkt und eine Alternative besorgt. Ein paar Tage warten auf einen Ersatz war nicht. Die Familie hätte mich gesteinigt.

Im Mediamarkt war die Auswahl an Nicht-Fritz!Boxen sehr dürftig. Nach kurzem Googlen vor Ort entschied ich mich für einen Netgear-Router Nighthawk X4, Typ R7500.  DualBand 2.4 Ghz und 5 Ghz. Mit einem möglichen Datendurchsatz von bis zu 2 GB. Dazu zwei USB-Ports (2.0 und 3.0) für Drucker und NAS. Für 200 Euro. Innendrin werkelt ein Dual-Kern Prozessor mit 1.4 Ghz Takt. Damit sollte die Performance im Mittelklasse-Smartphonebereich liegen. Ich ging davon aus, einen aktuellen zeitgemäßen Router der mittleren Oberklasse eines namhaften Herstellers erworben zu haben, der die nächsten Jahre problemlos laufen sollte.

Die erste Ernüchterung kam nach dem Anschließen. Das Admin-Interface ist sehr träge. Auch ein sofortiges Update auf die aktuellste Firmware machte es nicht besser.  Nicht besonders übersichtlich ist das Admin-Interface ebenfalls.
Eingerichtet war es nach den lästigen Wartezeiten bei jedem Klick recht einfach. Die Performance bei Geräten, die per Netzwerkkabel angeschlossen sind, ist ordentlich.
Unser Junior freute sich über eine bessere Performance beim Computerspielen. Da hatte die Fritz!Box keine gute Leistung gezeigt, bekamen wir über verschiedene Einstellungen niemals richtig in den Griff.

Ein paar Tage später begannen die Probleme:
Alle Geräte, die per Wifi angeschlossen sind, und das sind bei uns eine ganze Menge, hatten Aussetzer. Das äußerte sich bei iOS und Android-Devices unterschiedlich, im Grunde aber so, dass größere Teile von Webseiten wie Bilder, also JPGs, nicht oder nur extrem langsam geladen werden könnten. Ein Routerneustart brachte für eine bis mehrere Stunden Verbesserung. Auch beim Streaming über Wifi per Amazons FireStick gabs immer wieder kurze Aussetzer, die es vorher nicht gab. Nix schlimmes, aber hin und wieder 1s Standbild mit kurzem Geräusch.

Nun fängt der Frühling an. Wifi musste wieder auf die Terrasse. Dazu hatten wir bisher einen kleinen Fritz!Repeater für 2.4 GHZ. Den lernte ich an das Netz an. Signal gabs auf der Terrasse, Daten jedoch keine. Routerneustart: läuft – kurz.
Also einen neuen Range-Extender angeschafft: TP-Link RE355. Ein moderner Repeater mit AC1200 Standard.  Mit ausfahrbaren Antennen. Empfangsprobleme sollte es damit nicht geben. Die Rezensionen waren alle ordentlich. Sendet und empfängt auf 2.4 und 5 Ghz. Hat sogar noch einen Anschluss fürs Netzwerkkabel dabei. Einrichten war einfach. Das Admin-Interface ist ordentlich schnell.
Jedoch mit dem Router will der Wifi Extender nicht. Wie gehabt: kurz läuft es, dann Datenstillstand auf der Datenautobahn. Bei Apps wie Facebook und Twitter: Texte kommen, Bilder nicht. Oder auch gar nichts.
Diverse Konfigurationen und Aufstellorte wurden ausprobiert. Die Familie genervt wegen Unterbrechungen des Netzes aufgrund Routerneustarts. Es wurden Stunden investiert. Dann konnte ich eine mögliche Lösung finden:
Die Verbindung zwischen Router und Extender auf 2.4 Ghz. Zwischen Clients wie Laptop, iPad, Android-Phone und Co. über 5 Ghz. Das sah gut aus. Ganze zwei Tage lang. Dann wieder stocken auf der Datenhighway. Frust. Router Reboot: läuft. Für 12 Stunden. Neuer Reboot nötig.

Nein. Das kann es nicht sein. Netgear, mit diesem Ding habt ihr ein teures Stück Elektronikschrott auf den Markt geworfen. Lahmes, – nein: Extrem lahmes! – Admin-Interface, unübersichtlich. Dazu eine nach kurzer Nutzung EXTREM schlechte WIFI-Performance, wenn man weiter als 3 Meter vom Gerät weg ist.

Jetzt hab ich halt wieder Geld in die Hand genommen und einen Asus RT-AC88U bestellt. Ich bin gespannt.