selbst ist die ernte

Selbsternteacker
Übergabe an unserem Selbsternteacker. Die Parzellen verlaufen quer zur Saatrichtung,

Ein eigener Acker. Zumindest fast. Zumindest ein kleiner Teil. Das haben wir. Beziehungsweise wir mit Bekannten. Und vielen Gleichgesinnten.
Ernten, aber nicht sähen. Das ist die Devise beim Selbsternteprojekt. Der Bauer, dem der Acker gehört, bringt das Gemüse aus: Entweder säht er es oder setzt die jungen Pflanzen. Immer schön eine Reihe mit einer Sorte. Kartoffeln, verschiedene Salate, Zuchini, Karotten und vieles mehr. Das, was man halt auch gemeinhin auf dem Markt bekommt.
Ist alles ausgebracht, übergibt der Bauer den Acker an die Erntegemeinschaft. In unserem Falle eine einfache Zweckgemeinschaft. Am Tag der Übergabe wird dann das Feld geteilt. Jeder erhält eine ein bis zwei Meter breite Parzelle, die quer übers Feld läuft und damit alle Gemüsesorten beinhaltet.
Ab dann heißt es: jede Woche ein bisschen pflegen. Das bedeutet vor allem: ungewünschte Pflanzen entfernen, im Volksmund auch Unkraut jäten. Und das Erdreich auflockern. Gegossen werden mus übrigens nicht. In der Regel reicht der morgendliche Tau aus, damit die Pflanzen wachsen.
Nach einigen Wochen kann geerntet werden. Muss nachgepflanzt werden, gibt es Setzlinge im Anzuchthaus vom Bauern bzw. Saatgut im gemeinschaftlichen Werkzeugschopf. Ein schwarzes Brett dort informiert die anderen Miternter über diverse Neuigkeiten und Erfahrungen.
Übergabefest, Sommerfest, Erntefest – klar, da wird auch der Grill ausgepackt und Grillgut aufgelegt. Die Gemeinschaft muss ja auch speisen.
Bei unserem Projekt ist übrigens alles Bio. Demeter zertifiziert. Da weiß man genau, was man hat. Und das ist auch gut so.
Und im Herbst, wenn die Ernte vorbei ist, bekommt der Bauer seinen Acker zurück. Er pflügt dann alles unter – in unserem Fall sogar mit dem Pferdegespann – und säht im nächsten Frühjahr wieder für uns aus. Auf diesem oder einem Nachbaracker.

Ihr interessiert Euch dafür? Weitere Infos auf

www.selbsternte.info